Max Frisch: Biedermann und die Brandstifter. Eine Rezension (von Paulina Neer, Klasse 9c)

In diesem Text möchte ich Ihnen meine persönliche Wertung für das Buch „Biedermann und die Brandstifter“ von Max Frisch darlegen. Der Leser taucht in ein verbrecherisches Geschehen ein. Ein Mann und zwei Brandstifter unter einem Dach. Plan gegen Plan. Vertrauen gegen Verrat. Ein spannendes Rollenspiel mit Überraschungen und Wendepunkten erwartet Sie. Genug zum Inhalt. Meine persönliche Meinung zum Buch ist zwiegespalten.

Zum einen fesselt mich die Geschichte, zugleich jedoch schreckt sie mich ab. Vor allem die Wortwahl, aber auch der Chorführer und sein Chor brachten mich als Leser in Verwirrung. Max Frisch verwendet einen sehr alten Wortschatz, somit sind für junge Leser, wie mich, sehr viele unbekannte und veraltete Wörter und Redewendungen im Text aufzufinden. Mühsames Nachschlagen ist somit vorprogrammiert. Von dem Punkt abgesehen, gefällt mir die Grundstruktur von der ganzen Geschichte. Ein Mann lässt seinen Feinde unter seinem Dach leben und bekommt dann seine erwartete Lektion. Die Grundstruktur hat meiner Meinung nach sehr viel Potenzial. Jedoch fand ich, dass dieses Potenzial nicht 100 % genutzt wurde. Viele Punkte und Geschehnisse waren für mich vorhersehbar und somit nicht mehr so überraschend, wie vom Autor beabsichtigt. Ein weiterer Punkt, der mir leider etwas suspekt vorkam, war das Nachspiel. Es wurde von einer realen Geschichte zu einer für mich unrealen, fast fantasievollen Geschichte, was ich wirklich schade fand, weil es für einfach nicht stimmig war. Nun gut, wahrscheinlich hört sich das Buch jetzt ziemlich unattraktiv an, aber nein, das wollte ich damit nicht erreichen. Es kann durchaus ein nettes Buch für den Deutschunterricht sein. Für mich war es jedoch eine Lektüre, die man lesen kann, aber nicht unbedingt muss. Die Entscheidung, ob Sie das Buch nun lesen oder nicht liegt ganz bei Ihnen. Ich hoffe, ich konnte ihnen mit meiner Rezension weiterhelfen und die Entscheidung somit vereinfachen.

 

Max Frisch: Biedermann und die Brandstifter. Eine weitere Rezension (Melanie Wiedemann, Klasse 9c)

Das Drama "Biedermann und die Brandstifter" von Max Frisch ist ein literarisch gelungenes Werk, das von der Groteske und von Humor viel Gebrauch macht. Anstatt der normalerweisen vielen Beschönigungen und Verlogenheiten vieler Hauptcharaktere, sticht bei diesem Buch das wichtigste heraus: Die einfache Wahrheit. Ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen wird einem die Wahrheit ins Gesicht geknallt. Auch von viel altem Witz ist dieses Buch geprägt. Geschichtsliebhaber werden außerdem kleine Anspielungen finden: Das Stück spielt im Deutschland der 1950er Jahre, somit lassen sich 'Haken' im Verlauf der Geschichte finden. Wie der Name auch preisgibt: In "Biedermann und die Brandstifter" wird auf die 'Brennpunkte' der gesellschaftlichen Probleme in der Nachkriegszeit aufmerksam gemacht.

Manche Absätze sind jedoch manchmal schwer zu verstehen; unter anderem eine hohe Sprache, Wiederholungen aller Art, die sich in das Gedächtnis 'einbrennen' und der Slang der 50er Jahre. Ich würde das Buch eher älteren Schülern empfehlen, da es jüngere nicht so ansprechen würde.