Am Freitag, den 07.02.2020 fand der alljährliche Elternsprechtag statt. Wie in den letzten Jahren üblich, sorgte die Klassenstufe 6 für die Verpflegung.

Was für manche Schüler „zittern und bangen“ bedeutet, ist für Eltern vielmehr eine Gelegenheit, einen Eindruck von Lehrern und der schulischen Leistung ihres Kindes zu bekommen.

Eine Umfrage während des Sprechtages ergab, dass Eltern diesen Tag sehr schätzen, weil sie dort Verbesserungsvorschläge und/ oder positive Rückmeldungen erhalten. Außerdem können sie die ein oder andere Situation ihres Kindes aus einer anderen Perspektive sehen. Mit dem Anmeldeverfahren sind die meisten Eltern zufrieden, denn ihrer Meinung nach lernten die Schüler dabei, selbst die Organisation zu übernehmen. Jedoch brachte ein Vater die Idee mit ein, die Anmeldung künftig online abzuwickeln. Somit hätte man die Möglichkeit, von zu Hause aus die noch freien Termine direkt zu sehen und zu reservieren. Bemängelt wurde hingegen, dass die Sprechzeit manchmal nicht ausreiche.

Insgesamt kann man das derzeitige Elternsprechtag-Konzept aber durchaus als gut funktionierend bezeichnen

Max Frisch: Biedermann und die Brandstifter. Eine Rezension (von Paulina Neer, Klasse 9c)

In diesem Text möchte ich Ihnen meine persönliche Wertung für das Buch „Biedermann und die Brandstifter“ von Max Frisch darlegen. Der Leser taucht in ein verbrecherisches Geschehen ein. Ein Mann und zwei Brandstifter unter einem Dach. Plan gegen Plan. Vertrauen gegen Verrat. Ein spannendes Rollenspiel mit Überraschungen und Wendepunkten erwartet Sie. Genug zum Inhalt. Meine persönliche Meinung zum Buch ist zwiegespalten.

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Wie jedes Jahr erhalten junge Wintersportbegeisterte die Chance, Wettkampfluft bei JtfO zu schnuppern. Heuer fiel das Datum auf den 14. Januar. Aber bringt dieser Tag die Sportler Olympia wirklich näher?

Erstmals sollte die Loipe am Hochhädrich, anstelle des Langlaufstadions Isny für diesen Tag genutzt werden.

„…Seine erste Aufgabe wird es sein, zu begreifen, was Amra nicht geschafft hatte: dass er nicht nur vorrübergehend hier war, dass er kein Zuhause mehr hatte, dass nichts mehr geregelt war und dass er für alles selbst sorgen musste…“ -„Amra und Amir – Abschiebung in eine unbekannte Heimat“, Seite 73

Der Roman „Amra und Amir – Abschiebung in eine unbekannte Heimat“ handelt von einem Thema, das in den letzten Jahren auf traurige Art populärer und dadurch auch bedeutender in unser aller Leben geworden ist: Flüchtlinge und Abschiebung. Die 18-jährige Amra, um die es im Roman geht, ist selbst kein Flüchtling. Sie ist in Deutschland auf die Welt gekommen und wurde dort groß. Aber ihre Eltern kamen aus Albanien, wohin auch sie abgeschoben wird. Sie kann weder die Sprache, noch kennt sie Verwandte oder Bekannte dort. In Albanien angekommen, bemerkt sie schnell, dass sie als Mädchen nicht viel zu sagen hat und keinen Job finden wird. So entscheidet sie, sich von Amra in den männlichen Amir zu verwandeln. Als findet sie öfter kleine Jobs und das, was sie zum Leben braucht, sucht sie auf Müllhalden. Die Versuche ihrer Freunde, sie wieder zurück nach Deutschland zuholen, bleiben erfolglos. Am Ende wird sie wieder nach Albanien abgeschoben!

Das Buch regt sehr zum Nachdenken an und greift zwei Schwerpunkte auf, die in unser aller Leben wichtig geworden sind. Zum einen die Abschiebung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die in Deutschland groß wurden, zum anderen die Geschlechterfrage und Gleichberechtigung, die in diesem Buch infrage gestellt wird.

Während ich das Buch gelesen habe, kamen mir immer wieder neue Ansichten und Erkenntnisse, die ich, und wahrscheinlich auch viele andere Jugendliche gar nicht wissen, aber im Grunde wichtig zu wissen wären. „Amra und Amir“ hat mir aber teils keinen Spaß beim Lesen gemacht; mir persönlich fehlte im Roman die Spannung. Das habe ich während des Lesens aber immer darauf zurückgeführt, dass die Geschichte auf einer wahren Begebenheit beruht. Am Ende musste ich aber feststellen, dass sie „nur“ aus einzelnen wahren Bausteinen besteht. Das fand ich etwas schade. Mein Fazit zu „Amra und Amir – Abschiebung in eine unbekannte Heimat“ ist daher zwiegespalten. Aber aufgrund der Botschaft dieses Buches würde ich es dennoch weiterempfehlen.

Bildergebnis für Amra und Amir – Abschiebung in eine unbekannte Heimat

Das Buch „Nennen wir sie Eugenie“ (gesprochen „Öschenie“) veröffentlicht im Main Verlag ist der erste Roman von Maria Braig. Die Geschichte basiert auf einer wahren Begebenheit.

Schon das Cover deutet an, von was dieses Buch handeln könnte, da Schlagwörter wie „Zwang“, „Asyl“ und „Hass“ aufgelistet werden.

Die junge Frau Eugenie muss aus ihrem Heimatland, dem Senegal, fliehen, da dort ihre Liebe zu einer anderen Frau nicht geduldet wird und sie mit einem ihr unbekannten Mann zwangsverheiratet werden soll. Mit dem Flugzeug flieht Eugenie nach Europa. Nach Deutschland. Dort erhofft sie sich Schutz und bittet um Asyl. In Deutschland angekommen gerät Eugenie in die Mühle des Asylverfahrens: Anhörung, Unterbringung in einer heruntergekommenen Sammelunterkunft, Residenzpflicht und schlechte Lebensbedingungen aufgrund des Asylbewerberleistungsgesetzes. Sie lernt andere Flüchtlinge und deren Schicksalsschläge kennen, durchlebt alle möglichen Gefühle und entdeckt eine Welt, die ihr zugleich Freiheit verspricht und Ausgrenzung vorlebt.

Am Anfang des Buches wird beschrieben, woher Maria Braig die Informationen zu ihrer Geschichte hat, und wie sie überhaupt auf das Thema gestoßen ist.

Ab Seite 15 beginnt die eigentliche Geschichte Eugenies. Dieser Abschnitt beinhaltet den Großteil des Buchs. Er ist verständlich und flüssig geschrieben, wodurch der Text leicht lesbar ist. Auch werden die Gefühle der Protagonistin und ihren Bekanntschaften auf dem Weg nach Deutschland und in Deutschland selbst deutlich hervorgehoben, weshalb man sich gut mit ihnen Identifizieren kann. Auch wird verstärk der Unterschied der Kulturen in verschieden Ländern und die Rechte und Pflichten deren Bewohner betont. Die zum Teil miserablen Lebensumstände in den Sammelunterkünften für die Asylsuchenden werden verdeutlicht und bildlich dargestellt. Es wird einem bewusst vor Augen geführt, wie gut wir es haben und wie glücklich wir uns schätzen können, in einem Land mit so großer Freiheit aufwachsen zu dürfen.

Gestört hat mich allerdings die Tatsache, dass das Asylverfahren ausschließlich von seiner schlechten Seite beschrieben wurde. Das komplette System wurde als ungerecht und menschenunfreundlich angesehen, wodurch sich mir die Frage stellt, welche Alternativen es geben könnte. Etwas Verständnis von Seiten der Protagonistin für die begrenzten Ressourcen auch in Deutschland hat mir gefehlt, so wie die Akzeptanz, dass nun mal nicht alle Flüchtlinge aus jedem Grund aufgenommen werden können. Verständlich ist schon, dass es in dieser Situation als unfair gesehen wird, aber es gibt unzählige Fluchtursachen. Manche sind einfach bedrohlicher als andere und stehen deshalb an höherer Stelle im Asylverfahren.

Ab Seite 185 von insgesamt 226 folgt der Anhang. Hier wird beispielsweise der Senegal und die rechtliche Situation dort beschrieben. Auch werden Fachbegriffe wie Dublinverfahren oder Besonderheiten für „LSBT*I*“-Geflüchtete (Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transsexuelle, Transgender, Intersexuelle) erklärt. Dieser Abschnitt des Buches lässt sich nicht als Fließtext lesen, sondern ist eher als Nachschlagewerk zu verwenden. (Der ein oder andere Fachbegriff, der sich dort finden lässt, kann auch in einer Gemeinschaftskundeklassenarbeit abgefragt werden 😉)

Abschließend kann man sagen, dass das Buch „Nennen wir sie Eugenie“ einem eine komplett andere Sicht rund um das Asylverfahren ermöglicht. Gleichzeitig lernt man dieses komplizierte und zum Teil verwirrende System der Flüchtlingsaufnahme in einer verständlichen Form kennen. Die Geschichte ist realistisch geschrieben und verschafft dadurch einen Einblick in die Fluchtversuche von Flüchtlingen aus ihrer Heimat. Ich finde es wichtig, sich darüber im Klaren zu sein, wie gut wir es haben und sich zu informieren, was in der Welt momentan passiert.

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